RB Leipzig trennt sich von Trainer Ole Werner – trotz Champions-League-Qualifikation und Platz drei. Das teilte der Fußball-Bundesligist mit. Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer wurde am Mittwoch zitiert: 'Wir haben die abgelaufene Saison in den vergangenen Tagen noch einmal intensiv und abschließend analysiert. Am Dienstagabend haben wir dann den Beschluss gefasst, die Position des Cheftrainers neu zu besetzen.' Werner hat in Leipzig noch einen Vertrag bis 2027. Ein Nachfolger soll zeitnah präsentiert werden. Auch die Co-Trainer Tom Cichon und Patrick Kohlmann müssen gehen. RB Leipzig erreichte unter Werner die Champions League und beendete die Saison auf Platz drei. Der Argentinier Martín Demichelis soll Nachfolger werden. Demichelis war bislang Trainer von RCD Mallorca. Unzufriedenheit mit Werner soll es vor allem bei Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff und der globalen Fußball-Abteilung um Jürgen Klopp und Mario Gomez gegeben haben. Die von Werner implementierte neue Spielidee überzeugte dort nicht, zudem habe RB zur Qualifikation in die Champions League dem Vernehmen nach zu viel Glück benötigt. Marcel Schäfer rettete Werner in der abgelaufenen Saison zweimal. Klopp und sein Kompetenz-Team mit Mario Gomez, Jürgen Kramny, Peter Krawietz und Zsolt Löw diskutierten aufgrund der wenig überzeugenden Spielweise mehrmals über eine Veränderung auf der Cheftrainerposition. Doch Schäfer setzte sich durch. Werner führte Leipzig mit einer in der Offensive auf Schlüsselpositionen neu besetzten Mannschaft auf Platz drei und erfüllte damit das offizielle Saisonziel. Mit 65 Punkten verpasste RB den eigenen Bundesliga-Rekord nur um zwei Zähler. Werner bekam von den Experten immer wieder Hinweise. Zu wenig Dominanz, zu wenig Laufarbeit, Löcher in der Abwehr und zu wenig Zähler in den Spitzenspielen. Dass Werner mit 1,95 Punkten einen herausragenden Punkteschnitt ablieferte und nach dem XXL-Umbruch dank Neu-Kapitän David Raum wieder ein homogenes Team formte, half offenbar nicht. Für Werner hatte Leipzig erst im Sommer 2025 rund zwei Millionen Euro an Werder Bremen gezahlt. Zwar unterschrieb der Coach damals nur für zwei Jahre, die Intention war aber durchaus eine langfristige Zusammenarbeit.
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RB Leipzig entlässt Trainer Ole Werner trotz Erfolgs
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