RB Leipzig verpasste im Sommer einen spektakulären Transfer für die Trainerposition. Der Bundesliga-Klub führte konkrete Gespräche mit Cesc Fàbregas, der der absolute Wunschkandidat war, um die Nachfolge von Marco Rose anzutreten. Die Roten Bullen stehen derzeit mit drei Punkten aus zwei Spielen auf dem achten Tabellenplatz der Bundesliga und bereiten sich auf das nächste Heimspiel gegen den Tabellenletzten Hamburger SV am 13. September vor.
Warum Fàbregas der Wunschkandidat war
Die Leipziger Führung suchte nach einer Lösung für die Trainerfrage. Nach der interimistischen Betreuung durch Zsolt Löw und Peter Krawietz war ein langfristiger Nachfolger für Marco Rose gesucht. Cesc Fàbregas, mittlerweile 39 Jahre alt und Mitbesitzer des italienischen Klubs Como, stand ganz oben auf der Liste. Der ehemalige Weltklasse-Spieler traf sich mit Vertretern des Klubs zu Gesprächen, sowohl in Como als auch in London. In der britischen Hauptstadt war auch sein Berater Darren Dein anwesend. Die Diskussionen drehten sich konkret um den Klub und den Kader von RB Leipzig.
Wie die Verhandlungen scheiterten
Trotz der intensiven Bemühungen kam es nicht zu einer Einigung. Fàbregas gab zwar keine formelle Absage, entschied sich aber letztlich dafür, bei Como zu bleiben. Der Klub aus Norditalien startete unter seiner Führung ungeschlagen in die neue Saison. Drei Wochen nach dem Ende der Gespräche mit dem Spanier verpflichtete RB Leipzig dann Ole Werner. Der 38-Jährige erhielt einen Einjahresvertrag als neuer Cheftrainer. Die Verletztenliste des Klubs ist unterdessen mit Spielern wie Rocco Reitz, Brajan Gruda, Castello Lukeba und Christoph Baumgartner weiterhin lang, wie der aktuelle Verletztenstatus zeigt.
Welche Spieler ebenfalls im Fokus standen
Die Überschneidungen zwischen Leipzig und Como gingen über den Trainerposten hinaus. Der italienische Klub verpflichtete in diesem Sommer mit Jesús Rodríguez (19), Nicolas Kühn (25) und Martin Baturina (22) gleich drei Talente, die auch auf der Transferliste von RB Leipzig standen. Besonders bemerkenswert ist der Fall von Nicolas Kühn. Como lockte den Offensivspieler mit einem doppelten Gehaltsangebot im Vergleich zu den Leipziger Konditionen. Kühn wechselte schließlich nicht nach Italien, sondern unterschrieb bei Borussia Mönchengladbach.
Was Fàbregas über Leipzig sagte
Der Spanier äußerte sich durchaus positiv über den deutschen Klub. In einem Statement sagte Cesc Fàbregas: "Leipzig ist ein fantastischer Klub, sie haben in den vergangenen Jahren eine Philosophie und eine Kultur aufgebaut." RB Leipzig war bereits ein Jahr vor diesen Gesprächen in Como zu Gast gewesen.
Wie die aktuelle Situation ist
Unter dem inzwischen verpflichteten Trainer Martin Demichelis steht der Klub unter Druck. Die Niederlage mit 1:3 gegen Werder Bremen am vergangenen Spieltag war ein Rückschlag. In der laufenden Saison hat die Mannschaft vier Tore erzielt und drei kassiert, was eine positive Tordifferenz von +1 bedeutet. Im Titelrennen liegen die Sachsen drei Punkte hinter dem überraschenden Tabellenführer FC Augsburg. Die komplette Tabelle bietet den Überblick. Vor dem Hintergrund dieser sportlichen Lage war das verpasste Engagement von Fàbregas ein bedeutendes Kapitel in der jüngeren Klubgeschichte. Das nächste Spiel in der Bundesliga findet am 13. September in Leipzig statt.
