Die geplante Ausleihe von El Chadaille Bitshiabu von RB Leipzig zum französischen Erstligisten RC Lens ist gescheitert. Das berichtet das Fachportal Transfermarkt am Dienstag dieser Woche und bestätigt damit das Ende der Verhandlungen über einen Leihwechsel des Innenverteidigers.
Der 20-jährige Franzose wird damit vorerst im Kader von RB Leipzig verbleiben. Bitshiabu wechselte im Sommer 2023 für eine Ablösesumme von 15 Millionen Euro vom französischen Klub Paris Saint-Germain nach Leipzig. Sein Vertrag bei den Roten Bullen läuft noch bis zum 30. Juni 2028. In der abgelaufenen Saison kam der Abwehrspieler lediglich zu fünf Kurzeinsätzen in der Bundesliga, was zusammen nur 68 Minuten Spielzeit ergab.
Warum scheiterte der Wechsel zu Lens?
Laut dem Bericht von Transfermarkt konnten sich die Vereine nicht auf die letzten Details der Leihvereinbarung einigen. Insbesondere die Modalitäten einer möglichen Kaufoption sollen strittig gewesen sein. RC Lens, der in der vergangenen Saison in der Ligue 1 den siebten Platz belegte, suchte Verstärkung für seine Innenverteidigung. Für Leipzig wäre eine Leihe eine Möglichkeit gewesen, dem jungen Spieler mehr Spielpraxis zu verschaffen. Die aktuelle squad von RB Leipzig listet mit Josko Gvardiol, Willi Orban, Mohamed Simakan und Lukas Klostermann mehrere etablierte Optionen für die Innenverteidigung.
Ein Vereinsvertreter wurde von Transfermarkt mit den Worten zitiert: "Die Gespräche waren konstruktiv, aber am Ende fehlte die letzte Einigung." Damit ist eine Lösung, die für alle Seiten passend schien, vorerst vom Tisch.
Welche Rolle spielt Sani in der Planung?
Im gleichen Bericht wird auch die Situation von Ilaix Sani thematisiert. Das Mittelfeldtalent, das im Januar 2025 von FC Barcelona zu RB Leipzig wechselte, könnte dem Klub einen finanziellen Vorteil verschaffen, selbst ohne einen Pflichtspieleinsatz. Hintergrund ist eine Transferklausel in seinem Vertrag. Sani, der ebenfalls 20 Jahre alt ist, hat bisher noch kein Spiel für die Profis von RB Leipzig bestritten. Sein Vertrag läuft bis 2029. Die genauen Details der Klausel wurden nicht öffentlich gemacht, aber sie sieht offenbar eine Zahlung an Leipzig vor, sobald der Spieler eine bestimmte Anzahl von Pflichtspielen für die erste Mannschaft absolviert hat. Dieser Mechanismus bietet dem Verein eine gewisse finanzielle Absicherung für die Zukunft.
Wie ist die aktuelle Personalsituation in der Abwehr?
RB Leipzig hat in der Innenverteidigung eine breite Basis, was den Druck auf Bitshiabu erhöht. Neben den bereits genannten Spielern kehrte Castello Lukeba von seiner Leihe zurück und steht ebenfalls zur Verfügung. Die Defensive war in der Vorsaison eine der stärksten der Liga. Die Mannschaft kassierte in 34 Spielen nur 39 Tore. Diese Statistik und weitere Leistungsdaten sind auf unserer stats Seite einsehbar.
Die folgende Tabelle zeigt die zentralen Verteidiger im Kader von RB Leipzig mit ihren Eckdaten:
| Spieler | Alter | Vertrag bis | Einsätze 25/26 |
|---|---|---|---|
| Josko Gvardiol | 24 | 2027 | 30 |
| Willi Orban | 29 | 2025 | 28 |
| Mohamed Simakan | 26 | 2027 | 32 |
| Lukas Klostermann | 30 | 2026 | 25 |
| El Chadaille Bitshiabu | 20 | 2028 | 5 |
| Castello Lukeba | 23 | 2029 | 0 (Leihe) |
Die Tabelle macht das große Konkurrenzfeld deutlich, in dem sich Bitshiabu bewegt. Sein junges Alter und die lange Vertragslaufzeit sind jedoch klare Pluspunkte für seine weitere Entwicklung in Leipzig.
Was bedeutet das für Bitshiabus nächste Schritte?
Da der Wechsel zu Lens nicht zustande kam, muss der Defensivspieler nun in Leipzig um seine Chancen kämpfen. Trainer Marco Rose wird in der Vorbereitung auf die neue Saison alle Spieler beurteilen. Für Bitshiabu geht es darum, in den Trainings zu überzeugen und vielleicht in Testspielen zu zeigen, dass er bereit für mehr Verantwortung ist. Die anstehenden fixtures der Vorbereitung bieten dafür eine Gelegenheit. Eine erneute Leihe in einem späteren Transferfenster bleibt eine Option, falls sich bis dahin keine Perspektive auf mehr Spielzeit in Leipzig abzeichnet. Der Klub hat in den vergangenen Jahren wiederholt junge Talente mit Leihstationen weiterentwickelt. Die aktuelle Entscheidung bedeutet, dass die Verantwortlichen zunächst auf die interne Lösung setzen und den Spieler weiter integrieren wollen.
