RB Leipzig hat St. Pauli in der Bundesliga weiter in die Abstiegszone gedrängt. Die Hamburger verpassten mit einer 1:2-Niederlage bei RB Leipzig die Chance, am VfL Wolfsburg vorbeizuziehen. Nach den Toren von Xaver Schlager und Willi Orban hat Leipzig die Champions League sicher und wird die Saison als Dritter beenden. St. Pauli, für das Abdoulie Ceesay zu spät verkürzte, bleibt Vorletzter und verpasste es, mit einem Punktgewinn am VfL Wolfsburg vorbeizuziehen, der am Samstagabend gegen den FC Bayern München verlor. "Ein Punkt wäre verdient gewesen, unser Plan ist ganz gut aufgegangen. Es ist bitter, weil mehr drin gewesen wäre", sagte St. Paulis Trainer Alexander Blessin im Sportschau-Interview. "Wir sind in dieser Saison immer wieder aufgestanden, das müssen wir jetzt auch, wir müssen mit dem Druck umgehen. Die Leistung macht mir Mut, es ist alles möglich. Wir nehmen vieles Positives mit." Am letzten Spieltag kommt es in Hamburg zum direkten Duell zwischen den "Wölfen" und den "Kiezkickern", die sich mit einem Sieg in die Relegation retten würden, sofern der 1. FC Heidenheim nicht sechs Punkte aus seinen letzten beiden Spielen holt. Gewinnt St. Pauli nicht, ist der Abstieg besiegelt. Leipzig startete mit viel Ballbesitz und einer sehr kuriosen Torchance. Christoph Baumgartner bekam aus kurzer Distanz den Ball nicht an Nikola Vasilj vorbei, dann setzte Brajan Gruda drei Meter vor dem gegnerischen Gehäuse nach, aber ihm unterlief ein Querschläger, der direkt zu Ridle Baku ging, der vor dem leeren Tor am Ball vorbei trat (8.). Es wurde zwar auf Abseits entschieden, der Treffer hätte aber wohl gezählt. So unglücklich Leipzig in dieser Aktion agierte, so unglücklich trat es auch in der ersten Halbzeit auf. Das eigentliche Spitzenteam leistete sich unzählige Fehler in der Offensive und war dann auch in der Rückwärtsbewegung richtig schwach. Die Folge waren viele St. Pauli-Konter, die zu oft nicht gut ausgespielt wurden - abgesehen von einem Fall, als nur Zentimeter zur verdienten Führung fehlten: Andreas Houtondji bediente nach einem Steilpass Martijn Kaars, der den Ball aus 13 Metern an die Latte schoss (34.). Tor von Schlager weckt RB auf. St. Pauli ließ die große Möglichkeit liegen, in Leipzig in Führung zu gehen - und wurde dann durch ein Zufallsprodukt unmittelbar vor der Pause bestraft. Nach dem ersten RB-Eckball köpfte Baumgartner in die Kniekehle von Schlager, worauf der Ball vor dessen Füßen liegen blieb und er ihn unter die Latte zum 1:0 ins lange Eck schießen konnte. Der Mittelfeldspieler krönte damit sein letztes Heimspiel in Leipzig. Vor der Partie war der Österreicher verabschiedet worden, da er seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern möchte. Unmittelbar nach der Pause wurde es dann noch bitterer für St. Pauli. Zunächst traf Assan Ouedraogo aus 15 Metern den Pfosten, es folgte jedoch die zweite Ecke für RB - und das zweite Tor. Diesmal verwertete Orban die Hereingabe von David Raum direkt, sein eigentlich harmlos wirkender Kopfball landete genau zum 2:0 im langen Eck. Und ab diesem Moment hatte Leipzig erstmal alles im Griff. St. Pauli minimiert den Schaden. Das Spiel fand fast nur noch in der Hälfte der "Kiezkicker" statt.
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RB Leipzig schubst St. Pauli an den Abstiegs-Abgrund
RB Leipzig hat St. Pauli in der Bundesliga weiter in die Abstiegszone gedrängt. Die Hamburger verpassten mit einer 1:2-Niederlage bei RB Leipzig die Chance, am VfL Wolfsburg vorbeizuziehen.
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