RB Leipzigs Siegesserie in der Bundesliga ist nach nur einem Spiel beendet. Die Mannschaft von Trainer Martín Demichelis verlor am Samstagnachmittag beim SV Werder Bremen mit 1:3 und fiel damit auf den vierten Tabellenplatz zurück, bei drei Punkten aus einem Spiel und einer Tordifferenz von +3.
Die Niederlage im Weserstadion kam überraschend, nachdem die Roten Bullen zum Saisonauftakt noch souverän mit 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen hatten. Die Leipziger konnten in Bremen jedoch nie wirklich ins Spiel finden. Eren Dinkçi brachte die Hausherren bereits in der 4. Minute in Führung. RB Leipzig, das in der Umbruchphase nach einem intensiven Sommer mit Neuzugängen wie Christopher Nkunku und Neil El Aynaoui steht, suchte vergeblich nach einer Antwort.
Warum konnte RB Leipzig nicht an die Gladbach-Leistung anknüpfen?
Die Kontrolle und der Angriffsrhythmus, die gegen Gladbach so überzeugend wirkten, fehlten in Bremen komplett. Das Pressing war weniger effektiv, die Kombinationen im Angriff wirkten unschärfer. Über lange Strecken musste Leipzig dem Spiel hinterherlaufen, ohne nachhaltigen Druck aufbauen zu können. Trainer Martín Demichelis sagte nach dem Spiel: "Es war ein besonders frustrierendes Ergebnis, weil Die Roten Bullen nur eine Woche zuvor noch so überzeugend ausgesehen hatten." Der fehlende Durchbruchtor ließ das Team zunehmend verwundbar zurück, während Bremen an Selbstvertrauen gewann.
Wie reagierte Werder Bremen auf die Freiburg-Niederlage?
Werder Bremen hatte die Auftaktniederlage mit 1:4 in Freiburg noch in den Knochen. Trainer Daniel Thioune forderte und bekam eine disziplinierte und aggressive Reaktion. Nach der frühen Führung durch Dinkçi setzten Niclas Füllkrug in der 68. Minute und Marco Grüll weniger als fünfzehn Minuten später die verdienten Punkte für die Norddeutschen perfekt. Thiounes Team zeigte genau die Antwort, die nach einem solchen Rückschlag nötig ist. Ridle Bakus Anschlusstreffer in der Nachspielzeit für Leipzig kam da bereits zu spät.
Welche Auswirkungen hat die Niederlage auf die aktuelle Situation?
Die Pleite in Bremen ist eine frühe Erinnerung an die Herausforderungen einer Teamtransition. Demichelis muss nun beweisen, dass er die richtige Formel nicht nur für einen, sondern für mehrere Spiele findet. Die Verletztenliste erschwert die Arbeit zusätzlich. Aktuell fehlen Brajan Gruda, Christoph Baumgartner, Rocco Reitz und Castello Lukeba, wie der aktuelle Verletztenstatus zeigt. Der Aufbau von Konsistenz wird Zeit in Anspruch nehmen. Die nächste Prüfung wartet bereits. RB Leipzig reist nach Italien, um dort den aktuellen Serie-A-Tabellenführer Como zu treffen.
Wie geht es für RB Leipzig nach der internationalen Pause weiter?
Zunächst steht das Auswärtsspiel in Como an, eine schwierige Aufgabe gegen einen hochmotivierten Aufsteiger. Danach konzentriert sich der Fokus wieder auf die Bundesliga. Am 13. September empfängt RB Leipzig den Hamburger SV in der Red Bull Arena. Die Hanseaten stehen derzeit auf dem 15. Tabellenplatz. Dieses Heimspiel bietet die Chance, die negativen Eindrücke aus Bremen schnell zu korrigieren und in der Tabelle wieder nach vorne zu preschen. Die genaue Planung für diese und weitere Partien ist im Spielplan nachzulesen.
