Roger Schmidt, der Nachfolger von Jürgen Klopp als Head of Global Soccer bei Red Bull, hat sich nach einer deutlichen Niederlage in der Champions League für eine Beibehaltung von RB Leipzig-Trainer Martin Demichelis starkgemacht. Der Einfluss des Red-Bull-Managers trug dazu bei, dass die Klubführung den Coach diese Woche öffentlich unterstützte.

Sportgeschäftsführer Marcel Schäfer äußerte sich am Dienstag klar. Er sagte, man habe die Diskussionen in den Medien und sozialen Netzwerken verfolgt. Man sei sehr ambitioniert und selbstkritisch.

Schäfer verwies auf die schwierige Ausgangslage. Neue Spieler seien integriert worden und man habe mit Verletzungen zu kämpfen gehabt. Nun kämen wichtige Spieler zurück. Eine neu zusammengestellte Mannschaft brauche Zeit, um sich zu finden und Routinen zu entwickeln.

Aktuelle Lage im Blick

Die öffentliche Stützung kommt in einer Phase, in der RB Leipzig auf dem neunten Tabellenplatz der Bundesliga steht. Nach vier Spieltagen weist der Kader sechs Punkte auf. Die jüngste Niederlage war das 0:2 bei Bayer Leverkusen am 20. September. Die Bilanz der letzten fünf Pflichtspiele zeigt zwei Siege und drei Niederlagen.

Martin Demichelis hatte den Posten im Sommer von Ole Werner übernommen. Der ehemalige Bayern-Profi startete mit einem hohen Sieg im DFB-Pokal und einem Sieg zum Bundesliga-Auftakt. Seither folgte jedoch nur ein weiterer Sieg aus vier Ligaspielen, womit die Punktausbeute in der Liga nach dem starken Start deutlich nachgelassen hat.

Der nächste Prüfstein für das Team von Demichelis wartet am 10. Oktober. Dann empfängt RB Leipzig im heimischen Stadion die Eintracht Frankfurt, die aktuell auf Platz zehn rangiert. Den kompletten Spielplan der Roten Bullen finden Sie auf unserer fixtures-Seite. Einen Überblick über die aktuelle Tabellensituation bietet die standings-Ansicht.

Die interne Diskussion über eine mögliche vorzeitige Trennung von Demichelis war nach der deutlichen Champions-League-Niederlage aufgekommen. Die Intervention von Roger Schmidt, der zuvor mit Demichelis zusammengearbeitet hatte, gab nun den Ausschlag für den Kurs der Kontinuität. Schmidt setzte sich damit gegen andere Stimmen innerhalb der Führungsetage durch, die eine sofortige Entlassung in Betracht zogen.

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